arte quartett | 8 januar 2012

Aus dem begeisternden Konzert des Arte Quartetts haben wir zusammen mit den Musikern fünf Stücke ausgewählt, die nicht nur die staunenswerte Vielfalt, sondern auch das ebenso sensible wie kraftvolle Zusammenspiel dokumentieren.

Das erste Stück "Schönster Abendstern" steht exemplarisch für die originellen, unkonventionellen Bearbeitungen von Liedern und Kompositionen aus der Schweizer Volksmusik.

"YR" wurde gemeinsam geschrieben und entwickelt von Sascha Armbruster und Beat Kappeler. Die beiden Musiker beschäftigen sich neu mit elektroakustisch verstärkten Klängen und Geräuschen. "YR"erlebte in Romanshorn seine Uraufführung - eine echte Premiere.

"Trottola" aus der Feder von Beat Hofstetter spielt mit dem Begriff der "Frottola" und ist auch inhaltlich vom italienischen Tanz inspiriert.

Bei den temperament- und stimmungsvollen "Mahshav" und "Mikreh" handelt es sich um Bearbeitungen von Stücken des New Yorker Saxophonisten John Zorn...

Viel Hörvergnügen!

Schönster Abendstern
Sascha Armbruster / Beat Kappeler: YR (UA)
Beat Hofstetter: Trottola (UA)
John Zorn: Mahshav
John Zorn: Mikreh

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divertimenti | schacht, pestalozzi, roos, grudule, speckhofer | 20. märz 2011

Das Barockensemble um das Musikerpaar Stephanie Schacht und Martin Roos begeisterte mit einem Konzert, das vor Spielfreude und Lebendigkeit sprühte.

Einmal mehr gilt es Georg Philipp Telemann als originellen, dramaturgisch unglaublich geschickten Komponisten zu entdecken. Die praktisch unbekannten Komponisten Johann Jacob Schnell und Sebastian Bodinus steuerten zum Programm einfallsreiche Werke in ungewöhnlicher Besetzung bei. Die Werke zählen zu den ganz frühen Kompositionen, die den Gebrauch des Jagdhorns in der Kunstmusik dokumentieren.

Zu hören ist hier ein integraler Teil des Konzertprogramms - ein Hochgenuss!

vollständiges Programm als PDF

G. Ph Telemann: Quartett in G-Dur
Grave - Allegro - Largo - Presto - Largo - Allegro

Johann Jacob Schnell: aus "Kleine angenehme Tafel-Music bestehend in VI Parthien" Nr. 1 in D-Dur
Allegro - Cantabile - Menuett I und II

Sebastian Bodinus: Sonata a4
Adagio, ma un poco - Allegro - Andante, e non adagio - Allegro

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werke der klassischen moderne | bläserensemble der ZHdK | 13. febr. 2011

Einige der wichtigsten Werke für Bläserensembles aus der Epoche der klassischen Moderne interpretierte der Kammermusikkurs für Bläser der Zürcher Hochschule der Künste unter der Leitung von Elmar Schmid. Neben den beiden grösser besetzten Werken von Edgar Varèse und Igor Strawinsky lassen sich hier stellvertretend für die intimeren Werke die Goethe-Lieder von Luigi Dallapiccola nocheinmal anhören. Es lohnt sich, denn viele Werke erschliessen sich beim mehrmaligen Hören komplett neu. Das vollständige Programm mit allen Ausführenden und den Texten der Goethe-Lieder findet sich hier.

Edgar Varèse: Octandre, "assez lent"
Edgar Varèse: Octandre, "très vif et nerveux"
Edgar Varèse: Octandre, "grave"
Luigi Dallapiccola: Goethe-Lieder
I. Strawinsky: Oktett, Sinfonia, Lento, Allegro moderato
I. Strawinsky:Oktett, Tema con variazioni
I. Strawinsky: Oktett, Finale

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matthias ziegler: uakti | 9. januar 2011

Ein Konzert mit einem Querflötisten, noch dazu voller neuer Klänge, gespielt auf unbekannten und seltsam modifizierten Instrumenten? Was nach einem schwer verdaulichen, elitären Musikgenuss tönt, entpuppte sich als packendes musikalisches Ereignis. Die folgenden Ausschnitte aus dem ebenso spektakulären wie fulminanten Konzert von Matthias Ziegler belegen dies eindrücklich.

Ghashghai (Matthias Ziegler)
One Note (Matthias Ziegler)
Recercada Segunda (nach Diego Ortiz)
Zugabe: Well You Needn't (Thelonius Monk)

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pierre favre grand ensemble | 5. dezember 2010

In der voll besetzten Alten Kirche hat das Pierre Favre Grand Ensemble ein fulminantes Konzert gespielt. Kraftvolle, dichte Bläsersätze wechselten ab mit lyrischen, ruhigen Passagen, liedhafte Kompositionen standen frei improvisierten Soli gegenüber, und alles war durchwoben vom dicht, aber unglaublich variantenreich durchwobenen Rhythmusteppich von Pierre Favre.
Alle Musiker steuerten instrumentale Highlights bei: Das Arte Quartett brillierte mit perfekt intonierten und klanglich wunderbar ausgewogenem Saxophonklang, der Gitarrist Philipp Schaufelberger entfaltete mit viel Gespür fürs Timing seine reduzierten, sparsamen Soli, der junge Posaunist Samuel Blaser brillierte mit warmem Ton und souveränen Improvisationslinien, und die beiden Bassisten steuerten eine verspielt-subtile Duoimprovisation bei, die den dritten Ausschnitt einleitet.
Mit grosser Freude habe ich die folgenden Ausschnitte ausgesucht, die einen kleinen Eindruck vom Konzert vermitteln sollen. Christian Brühwiler

Ausschnitt 1
Ausschnitt 2
Ausschnitt 3
Zugabe: Schlagzeugsolo von Pierre Favre

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concerto di viole "kontrapunkte" | 14. märz 2010

Das Gambenensemble "concerto di viole" spielte ein berückend schönes, originell zusammengestelltes Programm. Zu hören waren originale englische Kompositionen für Gambenconsort, aber auch kontrapunktische Meisterwerke von Johann Sebastian Bach und Peter Benary. Als Kontrapunkt und Kontrast interpretierte das Ensemble aber auch eine frühklassische Sonate für vier Celli von Georg Christoph Wagenseil.

     

Orlando Gibbons (1583-1625): In Nomine

Elway Bevin (1554-1638): Browning  
Georg Christoph Wagenseil (1715-1777):
Sonata IV in A / Comodo
 
Georg Christoph Wagenseil (1715-1777):
Sonata IV in A / Allegro
 
Johann Sebastian Bach 1685-1750):
Contrapunctus I aus "Kunst der Fuge"
 
Henry Purcell (1659-1695): Fantasia g-moll  
Orlando Gibbons: Fantasia C-dur  

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uwe kropinski solo | 14. februar 2010

Uwe Kropinski spielte ein hinreissendes Solokonzert, das die Zuhörer vom ersten Ton an faszinierte und begeisterte. Uwe erwies sich als unglaublich virtuoser, vielseitiger und kreativer Musiker, der verschiedenste stilistische Einflüsse von Blues, Jazz, Folk und Flamenco bis hin zur freien Improvisation auf emotional packende und einzigartige Weise verbindet.

Vom F zum F und zurück: Uwe als "Singersongwriter", der seine Stücke häufig mit rauem Gesang begleitet

Die Feier des Augenblicks: Uwe spielt in jedem Konzert eine freie Improvisation. Ein Stück, das jedesmal gleich heisst und immer anders klingt (im Gegensatz zur Musik, die jedesmal anders heisst und immer gleich tönt)  
Monky Tonk: Eine Improvisation über "die berühmtesten zwölf Takte in der Musik" mit einer ausgedehnten Perkussionseinlage  
All the Things you are (minus one): Der Jazzklassiker von Jerome Kern, gekürzt auf 7/8tel  

 

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cellorezital thomas grossenbacher | 17. januar 2010

Der Solocellist des Tonhalleorchesters Zürich interpretierte in einem begeisternden Solokonzert zwei Schlüsselwerke der Literatur für Violoncello solo. In der exzellenten Akustik der Alten Kirche kamen Johann Sebastian Bachs Solosuite Nr. 2 in d-Moll BWV 1008 sowie Zoltán Kodálys Solosonate optimal zur Geltung.
Vielleicht können die folgenden Ausschnitte aus Bachs Solosuite eine Ahnung vom begeisternden Konzert vermitteln!

Allemande

Courante  
Menuett I und II  
Gigue  

 

© 2010 bei dem Musiker | die Aufnahmen sind nur für den privaten Gebrauch bestimmt

arkady shilkloper & john wolf brennan | 6. dezember 2009

 

arkady shilkloper: flugelhorn, waldhorn, alphorn
john wolf brennan: piano, organ

 

An Stelle des geplanten Konzertes mit Pago Libre spielten der russische Hornist Arkady Shilkloper und der Innerschweizer Pianist John Wolf Brennan ein Duoprogramm mit Eigenkompositionen, die teilweise extra für diesen Abend geschrieben und arrangiert wurden. Shilkoper und Brennan kennen und schätzen sich seit über fünfzehn Jahren. Dies war jedoch ihr erstes und erst noch ziemlich unerwartetes und spontanes Konzert als Duo. Die Spielfreude und Ausstrahlung beeindruckten denn auch die Zuhörer nachhaltig.

 

Hornborn Hymn: Das Stück wurde für dieses Konzert geschrieben. UA! Arkady spielt Flügelhorn

 
Parto: John ist solo in einer lyrischen Eigenkomposition zu hören  
Alpine Trail: Ein "Arkady-Alphorn-Klassiker", der die legendäre Virtuosität und Musikalität eindrücklich dokumentiert. Schweizer Volksmusik von einem anderen Stern...  
Ever for Never: stammt aus der aktuellen Solo-CD von John und wurde für das Konzert eingerichtet. Arkady ist als Waldhornist zu hören  

 

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bertl mütter: schubert:winterreise:mütter | 8. februar 2009

 

bertl mütter: posaune, stimme

 

Eine Rezension von s:w:m schubert:winterreise:mütter findet sich hier.
ein bericht über den workshop "spielen! freies musizieren mit bertl mütter" ist da zu finden.

Einige nette Einträge über Romanshorn finden sich im mütterlog zwischen dem 15. und 25. Februar. Vielleicht folgt noch mehr?

Es ist eine besondere Freude, hier einen integralen Ausschnitt aus dem Konzert präsentieren zu können, das Bertl Mütter in der Alten Kirche Romanshorn gespielt hat.

 

17 IMDORFE S:W:M
Etwas langsam. Sempre trrrrr, rauh! (Der Dämpfer als Maulkorb für die bellenden Hunde, sicher ist sicher - knurren werden sie erst bei Nr. 24.)

 
18 DERSTUERMISCHEMORGEN S:W:M
Ziemlich geschwind, doch kräftig. Durchaus fröstelnd, Händereiben zum Wärmen am Feuer. Gesang immer undeutlich, rau und ungenau.
 
19 TAEUSCHUNG S:W:M
Etwas geschwind. Sempre falsetto, geschlechtslos, künstliches Dauerlächeln. Im Mollteil in Hand singen, bei der Modulation zurück aus der Hand. Letzter Ton gebrochen multiphon (wie später die ganze Nr. 23).
 
20 WEGWEISER S:W:M
Mäßig. Durteil zurücklehnend, wie eine Marschkapelle beim Kondukt, breit. Beim multiphonen Schlußteil Text durchs Instrument andeuten.
 
21 WIRTSHAUS S:W:M
Sehr langsam. Bin matt. Das ist ein Choral am offenen Grab.
 
22 MUT S:W:M
Ziemlich geschwind, kräftig. So schnell & wild wie möglich, durchaus schlampigst. Noch wilder, hetzen! Wenn der letzte Ton auf der Knatterposaune sauber gespielt werden konnte, wurde zuvor zu wenig gerotzt!
 
23 NEBENSONNEN S:W:M
Nicht zu langsam. Lamentoso. Poco rubato. Gebrochene Kopfstimme. Der Text kann durchaus unverständlich (quasi nach Innen gesagt) sein. Die textlosen Phrasen sollen dargebracht werden, als wolle man das Klavier (sich selbst oder dem Publikum) imaginieren. Intonationsschwankungen („Sinken") sind erlaubt bzw. erwünscht.
 
24 LEIERMANN S:W:M
Etwas langsam. Text durchs Instrument singen, immer regelmäßig, Klavierphrasen beiläufig. Am Schluß ausatmen, ins weiße Rauschen.
 

 

© 2009 bei dem Musiker | die Aufnahmen sind nur für den privaten Gebrauch bestimmt

 

liederabend irène friedli & jens stibal | 11. januar 2009

 

irène friedli: mezzosopran | jens stibal: gitarre

 

Irène Friedli und Jens Stibal präsentierten in der Alten Kirche ein stimmungsvolles, ungewöhnliches Programm mit Werken des Renaissancekomponisten John Dowland, des Romantikers Johannes Brahms, des Spaniers Manuel de Falla und des Engländers Benjamin Britten. Einen Eindruck von der reichen, eindrücklichen Gestaltungskraft des Duos sollen die folgenden Ausschnitte vermitteln.
Eine Rezension ist hier zu finden.

 

John Dowland: Fine Knacks  
Manuel de Falla: Jota  
Benjamin Britten: Sailor-Boy  

 

© 2008 bei den Musikern | die Aufnahmen sind nur für den privaten Gebrauch bestimmt

white raven | 21. dezember 2008

 

kate dineen: sopran, harfe | robert getchell: tenor | raitis grigalis: bariton

White Raven begeisterte in der Alten Kirche
von Christian Brühwiler

Ein berühmtes Bild von Hans Memling aus dem 15. Jahrhundert, das einen Harfe spielenden Engel zeigt, diente als Vorlage für das Instrument, das Kate Dineen am vergangenen Sonntag in der Alten Kirche spielte. Überirdisch-himmlisch erschien den zahlreich erschienen Zuhörern auch der betörend reine und aufs feinste ausbalancierte Klang des Ensembles „White Raven“.

In einem ersten Teil sangen die irische Sopranistin Kate Dineen, der aus Massachusetts stammende Tenor Robert Getchell und der lettische Bariton Raitis Grigalis einige frühe mehrstimmige Lieder aus mittelalterlichen Handschriften, beispielsweise die aus dem 11. Jahrhundert stammenden St. Godric – Songs, die als die ältesten überlieferten englischsprachigen Lieder gelten. Neben den traditionellen irischen und englischen Christmas Carols, die einen Schwerpunkt des Programms bildeten, faszinierten und begeisterten die irischen, schottischen und sogar lettischen Volkslieder in ihrer ebenso natürlichen wie berückend schlichten Gestaltung, die viele Zuhörer mitten ins Herz traf. Mit viel Charme und sympathisch gebrochenem Deutsch führten die Sänger durch das Programm, das schliesslich in einem mehrsprachig vorgetragenen und gemeinsam mit den Anwesenden gesungenen „Stille Nacht“ mündete. Das Publikum bedankte sich mit langanhaltendem Applaus für das denkwürdige, stimmungsvolle Konzert.

perri merri dictum  
The song for wandering Aenghus  
The wexford carol  
The gartan mother's lullaby  

 

© 2008 bei den Musikern | die Aufnahmen sind nur für den privaten Gebrauch bestimmt

 

peter waters & michael neff: songs from the present |16. november 2008

 

peter waters: klavier | michael neff: trompete, flügelhorn

 

Es ist mir eine besondere Freude, an dieser Stelle den ersten Ausschnitt eines 'klangreich'-Konzertes präsentieren zu können. Liveaufnahmen üben bei allen Unzulänglichkeiten eine besondere Faszination aus und leben stark von der Unmittelbarkeit des Augenblicks. Am schönsten allerdings sind immer noch die Konzerte selbst!

Michael Neff und Peter Waters spielten ein wunderschönes, inspiriertes Konzert. Eingängige, lyrische Themen wurden auf kunstvolle Weise ausgelotet und raffiniert umspielt. Peter Waters nuancenreicher Anschlag faszinierte dabei ebenso wie die klar gestalteten, ausdrucksstarken Improvisationen Michael Neffs.

Die folgenden Stücke sind ein integraler Ausschnitt aus der zweiten Konzerthälfte. Die immense Dynamik des Konzerts wurde nur behutsam ausgeglichen. Piano ist wirklich piano, und Peter Waters kann wahrhaftig P(p)iano in reichen Farben spielen! Umso eindrücklicher ist das Forte. Peters kraftvoller Anschlag, der nie zur Härte neigt, kommt durch diese Kontraste eindrücklich zur Geltung.

Für Hörer, die auf den Geschmack gekommen sind, gibt es zum Beispiel hier die hervorragend gestaltete und exzellent aufgenommene CD "Songs from the Present" zu kaufen.

 

Viel Hörvergnügen wünscht
Christian Brühwiler

 

 

Always and Forever  
In a Silent Way  
Abide with me  
Zugabe  

 

© 2008 bei den Musikern | die Aufnahmen sind nur für den privaten Gebrauch bestimmt

 


 

 

   
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